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There are no translations available. Pressemitteilung - ‚Forum für mehr Integration’ e.V. – Frankfurt/Main
Juni 2010 – ‚Die Scham vor der eigenen Identität – Wie Schwarzafrikaner ihre eigene Identität in Deutschland verleugnen‘
Der 17.06.2010 markierte den Beginn vom ‚Stammtisch zur Integration‘; eines neuen Veranstaltungsformats im Frankfurter ‚Club Voltaire‘. Der Stammtisch wird alle ein bis zwei Monate von der Initiative 'Offenes Diskussionsforum' des 'Forum für mehr Integration’ e.V. durchgeführt werden. Im Zentrum wird dabei eine offene Diskussion aller zu einem ausgewählten Thema der Integration stehen. Diesmal stand die Frage der Identität von Schwarzafrikanern in Deutschland zur Debatte.
Anlass für diese Debatte war für Lynda Hamelburg und Wenceslas Condidamde vom ‚Forum für mehr Integration, dass Afrika eigentlich ein Kontinent mit vielen Kulturen und Geschichte ist. Jeder Afrikaner, egal aus welchem Dorf oder Stadt und aus welchen Gründen hier in Europa, sollte, so die beiden, stolz auf sich und seine Herkunft sein. Dennoch falle es einigen Schwarzafrikanern in Deutschland schwer, sich zu ihrer eigenen Identität zu bekennen. Die Frage war, wieso dies so ist. Provokant fragten sie, ob es vielleicht um mehr Akzeptanz oder Vorteile gehe. Sie machten deutlich, dass ihr Anliegen sei, das Selbstwertgefühl von Schwarzafrikanern hier in Deutschland zu stärken. Es entwickelte sich direkt eine lebhafte Debatte. Einige anwesende Teilnehmer mit afrikanischem Migrationshintergrund wiesen auf die Problematik der ‚deutschen‘ Identität hin. So müssten sich die Deutschen erst einmal klar darüber werden, wer sie seien, bevor sie sich mit der Identität von Afrikanern befassten. Denn schließlich gebe es ja afrikanische Bewegungen wie die Négritude‘ Andere Teilnehmer wiederum betonten, dass sich Afrikaner zunächst einmal selbst annehmen müssten. Es gehe darum, eigene Probleme zu reflektieren, Neid abzubauen und mehr Stolz auf die eigene Herkunft und Identität zu entwickeln. Afrikaner sollten sich als gleichberechtigt sehen, trotz der manchmal noch bestehenden Diskriminierung. Denn nirgendwo, auch nicht in Deutschland, gebe es Geschenke. Dies bestätigte auch die aus Spanien stammende Frau Maria Losada. Auch wenn sie eine vergleichsweise ‚privilegierte‘ Migrantin sei, habe sie ähnliche Erkenntnisse gewonnen. Eine aus Gambia stammende Teilnehmerin, Frau Brenner-Fatajo, brachte es auf einen schönen Punkt: ‚Das Leben ist wie ein Baum. Ich habe meine Wurzeln in Afrika. Die Kronen meines Lebens sind in Deutschland gewachsen, und werden dort auch weiter wachsen. Solange ich bereit bin, zu lernen und mich weiterzuentwickeln, wird mein Lebensbaum wachsen‘.
Der ‚Club Voltaire‘ und das ‚Forum für mehr Integration‘ werden 2010 weitere gemeinsame Veranstaltungen zu aktuellen Themen der Politik und der Integration durchführen. Der nächste Veranstaltungstermin für den ‚Stammtisch für Integration‘ ist Donnerstag, der 15.Juli 2010. Dann wird das Thema: ‚Zwischen zwei Stühlen sitzen oder das Beste aus zwei Welten wählen – Das Leben von bi-nationalen Kindern in Deutschland‘ im Mittelpunkt stehen.
Mehr Informationen dazu finden sich unter www.opendiscussionforum.com und www.club-voltaire.de Frankfurt/Main, 17.06.2010 - Das Team des Forums für mehr Integration e.V |
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