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04 Dezember 2009 - Flüchtlingsarbeit in Hessen PDF Print
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Pressemitteilung - ‚Forum für mehr Integration’ e.V. – Frankfurt/Main

 

Dezember 2009 - Flüchtlingsarbeit in Hessen


Am 4. Dezember 2009 fand im Frankfurter Ökumenischen Zentrum Christuskirche im Westend eine öffentliche Debatte zur ‚Politik, Praxis und Perspektiven der Flüchtlingsarbeit in Hessen‘ statt. Initiatoren waren das 'Offene Diskussionsforum' des 'Forum für mehr Integration’ e.V. (www.opendiscussionforum.com), das ‚Ökumenische Zentrum Christuskirche‘ (www.christus-immanuel.de) und der Verein Höchster Leuchtfeuer e.V. (www.hoechster-leuchtfeuer.de). - Aktueller Anlass waren die Verhandlungen zum Bleiberecht für Flüchtlinge auf der Konferenz der deutschen Innenminister.

 

Die Moderatorin, Lynda Hamelburg, erinnerte in ihrer Einführung noch einmal daran, dass weltweit immer noch Millionen von Menschen auf der Flucht sind. Für diejenigen, die nach Deutschland und Hessen kommen, stelle sich dabei die Frage, welche Möglichkeiten sie haben und wie ihre Lebensperspektiven aussehen. Beispiele, so Frau Hamelburg, seien Schulausbildung, Ausbildungschancen oder Aufenthaltssicherheit. Die Gastrednerin, Frau Dr. Ursula Schoen, Beauftragte für Flüchtlingsaufnahme der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, stellte zu Beginn die zentralen Veränderungen im Umgang mit Flüchtlingen dar. So sei über Vereinbarungen in der Europäischen Union zu den Außengrenzen die ‚Festung Europa‘ entstanden. Auch werde von der EU daran gearbeitet, den Flüchtlingsbewegungen schon in den Herkunfts- oder Transitländern zu begegnen – so in West- oder Nordafrika.  

 

Es zeige sich, da waren sich Frau Schoen und das Publikum einig, dass mit Migration und Flucht in der Vergangenheit in Deutschland nicht angemessen umgegangen wurde. Flüchtlinge/Migranten wurden je nach Herkunft und politischem Interesse in Deutschland unterschiedlich behandelt – wie das Beispiel der Integrationsangebote für die Russlanddeutschen zeige. Die Tatsache, dass Deutschland kein Migrationsgesetz hat, habe dagegen bei anderen Gruppen – wie Flüchtlingen aus Entwicklungsländern - zu Problemen wie Kettenduldungen oder illegalen Aufenthalten geführt. Immerhin aber sei einiges in Bewegung, so Frau Schoen. Das neue Resettlement Programm des Flüchtlingswerks der Vereinten Nationen etwa solle Flüchtlingen Aufenthaltssicherheit, Zugang zum Arbeitsmarkt oder Wohnortwahl ermöglichen. Dies könne ein Pfeiler deutscher Migrationspolitik werden, auch wenn viele Fragen dabei noch nicht geklärt sind. Ein anderes Beispiel sei die ‚Save-Me‘ (‚Flüchtlinge aufnehmen‘) Kampagne, die auch in Frankfurt aktiv ist, und für mehr Flüchtlingsschutz eintritt. Dabei müsse gerade den Rechten und Perspektiven der Kinder von Flüchtlingen mehr Aufmerksamkeit gegeben werden. Alle in der Veranstaltung waren sich einig, dass deren erfolgreiche Integration in Deutschland und Hessen zentral für den gesellschaftlichen Frieden sei, denn schließlich hätten diese Kinder ihre Zukunft ja noch vor sich. 

 

Zum Abschluss wies Frau Hamelburg noch einmal darauf hin, dass die Politik gefordert sei, den Flüchtlingen Sicherheit und Perspektive zu gewähren. Denn nur mit einem dauerhaften und umfassenden Bleiberecht könnten sie sich in die Gesellschaft in Deutschland wirklich einbringen Dem schloss sich Frau Schoen an: ‚Weniger oder mehr Lebensrecht darf es in einer Gesellschaft nicht geben. Dann zerbricht die Humanität‘.  

 

Die nächste gemeinsame Veranstaltung des 'Offenen Diskussionsforums' und des ‚Ökumenischen Zentrums Christuskirche‘ wird am 26. Februar 2010 stattfinden. Dabei wird wieder ein aktuelles Thema der Integration im Mittelpunkt stehen.

 

Mehr Informationen dazu finden sich bald unter www.opendiscussionforum.com  und www.christus-immanuel.de

 

Frankfurt/Main, 05.12..2009 - Das Team des Forums für mehr Integration e.V.

 

 

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