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Juni 2010 – ‚Die Scham vor der eigenen Identität |
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Pressemitteilung - ‚Forum für mehr Integration’ e.V. – Frankfurt/Main
Juni 2010 – ‚Die Scham vor der eigenen Identität – Wie Schwarzafrikaner ihre eigene Identität in Deutschland verleugnen‘
Der 17.06.2010 markierte den Beginn vom ‚Stammtisch zur Integration‘; eines neuen Veranstaltungsformats im Frankfurter ‚Club Voltaire‘. Der Stammtisch wird alle ein bis zwei Monate von der Initiative 'Offenes Diskussionsforum' des 'Forum für mehr Integration’ e.V. durchgeführt werden. Im Zentrum wird dabei eine offene Diskussion aller zu einem ausgewählten Thema der Integration stehen. Diesmal stand die Frage der Identität von Schwarzafrikanern in Deutschland zur Debatte.
Anlass für diese Debatte war für Lynda Hamelburg und Wenceslas Condidamde vom ‚Forum für mehr Integration, dass Afrika eigentlich ein Kontinent mit vielen Kulturen und Geschichte ist. Jeder Afrikaner, egal aus welchem Dorf oder Stadt und aus welchen Gründen hier in Europa, sollte, so die beiden, stolz auf sich und seine Herkunft sein. Dennoch falle es einigen Schwarzafrikanern in Deutschland schwer, sich zu ihrer eigenen Identität zu bekennen. Die Frage war, wieso dies so ist. Provokant fragten sie, ob es vielleicht um mehr Akzeptanz oder Vorteile gehe. Sie machten deutlich, dass ihr Anliegen sei, das Selbstwertgefühl von Schwarzafrikanern hier in Deutschland zu stärken.
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20 Mai 2010 – ‚Wir uns sie: Bilder von Fremden in den Medien‘ |
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Pressemitteilung - ‚Forum für mehr Integration’ e.V. – Frankfurt/Main
Mai 2010 – ‚Wir uns sie: Bilder von Fremden in den Medien‘
‚Wir können nicht vorurteilsfrei sein, aber wir sollten uns unserer Vorurteile immer bewusst sein‘. Dies war ein Fazit einer öffentlichen Diskussion zu Stereotypen in den Medien, die am 20.05.2010 im Frankfurter ‚Club Voltaire’ stattfand. Die Veranstalter waren der ‚Club Voltaire‘ und die Initiative 'Offenes Diskussionsforum' des 'Forum für mehr Integration’ e.V. In ihrer Einleitung wies die Moderatorin Lynda Hamelburg auf den großen Einfluss der Medien auf die gegenseitige Wahrnehmung von Migranten und Deutschen hin: ‚Durch die Art und Weise, wie Menschen in den Medien dargestellt werden, entstehen Stereotype und Klischees in unseren Köpfen. Diese wollen wir heute reflektieren‘.
Dazu lud als der Gastredner Prof. Dr. Thomas Kunz von der Fachhochschule Frankfurt/Main das zahlreiche Publikum auf eine ‚Deutungsreise‘ ein. Anhand von Titelseiten und Bildern aus Zeitschriften wie ‚Fokus, ‚Stern‘ oder ‚Spiegel‘ zeigte der Politikwissenschaftler, wie Hautfarbe, andere Körpermerkmale oder Kleidung in den Printmedien eingesetzt werden, um bestimmte Menschengruppen wie ‚Muslime‘ oder ‚Afrikaner‘ als fremd, anders oder sogar bedrohlich zu präsentieren. Diese Darstellungen, so Prof. Kunz, prägen den Rahmen in Deutschland für das Zusammenleben und die Integration entscheidend mit. Es entstehe der Eindruck einer Mehrheitsgesellschaft mit Merkmalen wie weißer Hautfarbe oder deutscher Herkunft und Sprache, die die Regeln des Zusammenlebens festlege. Dabei seien gerade in Städten die Menschen mit Migrationshintergrund zahlenmäßig manchmal keine Minderheit mehr: ‚Wenn wir über ‚Wir‘ in Deutschland sprechen, müssen wir anerkennen, dass oft eine Mehrheit der Menschen einen Migrationshintergrund hat‘, so Prof. Kunz.
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04 Dezember 2009 - Flüchtlingsarbeit in Hessen |
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Pressemitteilung - ‚Forum für mehr Integration’ e.V. – Frankfurt/Main
Dezember 2009 - Flüchtlingsarbeit in Hessen
Am 4. Dezember 2009 fand im Frankfurter Ökumenischen Zentrum Christuskirche im Westend eine öffentliche Debatte zur ‚Politik, Praxis und Perspektiven der Flüchtlingsarbeit in Hessen‘ statt. Initiatoren waren das 'Offene Diskussionsforum' des 'Forum für mehr Integration’ e.V. (www.opendiscussionforum.com), das ‚Ökumenische Zentrum Christuskirche‘ (www.christus-immanuel.de) und der Verein Höchster Leuchtfeuer e.V. (www.hoechster-leuchtfeuer.de). - Aktueller Anlass waren die Verhandlungen zum Bleiberecht für Flüchtlinge auf der Konferenz der deutschen Innenminister.
Die Moderatorin, Lynda Hamelburg, erinnerte in ihrer Einführung noch einmal daran, dass weltweit immer noch Millionen von Menschen auf der Flucht sind. Für diejenigen, die nach Deutschland und Hessen kommen, stelle sich dabei die Frage, welche Möglichkeiten sie haben und wie ihre Lebensperspektiven aussehen. Beispiele, so Frau Hamelburg, seien Schulausbildung, Ausbildungschancen oder Aufenthaltssicherheit. Die Gastrednerin, Frau Dr. Ursula Schoen, Beauftragte für Flüchtlingsaufnahme der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, stellte zu Beginn die zentralen Veränderungen im Umgang mit Flüchtlingen dar. So sei über Vereinbarungen in der Europäischen Union zu den Außengrenzen die ‚Festung Europa‘ entstanden. Auch werde von der EU daran gearbeitet, den Flüchtlingsbewegungen schon in den Herkunfts- oder Transitländern zu begegnen – so in West- oder Nordafrika.
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26 November 2009 |
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Pressemitteilung - ‚Forum für mehr Integration’ e.V. – Frankfurt/Main
26 November 2009: Müssen wir unsere Kinder „deutsch“ erziehen? Das Besondere von Familie und Erziehung in der Migration in Deutschland – von Andreas Waibel
Am 26.11.2009 fand eine öffentliche Diskussion des ‚Forum für mehr Integration‘ im Frankfurter Club Voltaire zum Thema: "Müssen wir unsere Kinder deutsch erziehen?" statt. Die Veranstaltung zeigte nochmal, wie weit das Gerede von manchen Politikern von der Realität entfernt ist und was wirklich nötig ist, um den Menschen bei der Integration zu helfen.
Herr Paul Friese und Frau Nazan Özgül-Onağaçlar vom Internationalen Familienzentrum berichteten über ihre Arbeit mit Eltern aus Migrantenfamilien: Zuhören, erklären, vermitteln, helfen und zwar individuell. Die Eltern kommen zumeist aufgrund von Empfehlungen der Lehrer der Kinder oder durch Mund-zu-Mund-Propaganda. Die Kurse und "Kompentenztrainings" des Zentrums sind immer voll. Es besteht also offenbar eine große Nachfrage insbesondere auch bei türkischen Eltern. Es stimmt schlicht nicht, dass die Migranteneltern sich nicht um Integration bemühen. Vielmehr fehlen vielerorts noch passende Angbote, um sie dabei zu unterstützen oder sind zuwenig bekannt.
Es stimmt zwar, dass die Kultur eine Rolle spielt, aber die Probleme, die die einzelnen Familien bzw die Kinder haben, sind dennoch zumeist individuell. So gibt es etwa Fälle wo Familienkonflikte die Kinder beeinträchtigen und umgekehrt Entwicklungsstörungen der Kinder die Familie beeinträchtigen. Es gibt Fälle von wirklichem Rassismus z.B. in der Schule aber auch Fälle, wo Eltern nur rassistische Benachteiligung vermuten, während ganz andere Probleme vorliegen.
Gemeinsam ist den Migrantenfamilien, dass sie solche Schwierigkeiten dann zusätzlich zu den eigentlichen Migrationsschwierigkeiten bewältigen müssen: Zuwenig Sprachkenntnisse, dadurch ein Gefühl der Hilflosigkeit, oft Jobs unterhalb der Qualifikation, dadurch Frustration. Dazu kommt die Erfahrung, dass Werte und Verhaltensweisen, die im Heimatland nützlich, z.T. überlebenswichtig waren, in Deutschland nicht mehr sinnvoll sind. Verunsicherung, wie man seine Kinder unter solchen Umständen erziehen soll, führt dann manchmal zu einer übertrieben autoritären Erziehung. Dies wiederum bewirkt dann gerade in der Pubertät Gegenreaktionen der KInder und Konflikte. In vielen Fällen können die Berater hier helfen oft allein dadurch, dass sie den Eltern erklären worin eigentlich das Problem besteht und woher das kommt. Bei Konflikten mit Lehrern hilft es dann oft schon, wenn eine weitere Instanz Hilfe anbietet und so Lehrern und Eltern deutlich macht, dass sie das Problem nicht allein lösen müssen.
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